1. SB5-Zentrum Bergstraße/Odenwald
O.k. - o.k., ich geb´s ja zu: Unter einem richtigen Zentrum stellt man sich vielleicht was anderes vor. Da muss es von gleichartigen Dingen nur so wimmeln. Tut´s in der Regel ja meist auch. Obwohl, viele Zentren haben bestimmt auch einmal ganz klein und ganz bescheiden angefangen. Genau wie ich - mit einem Traum.
Steter Tropfen höhlt den Stein
Unser Zentrum befindet sich zwar noch im Aufbau, aber der Anfang ist geschafft. Getreu dem Motto: Träume nicht dein Leben - lebe deinen Traum, bin ich meinen Weg zwar lange Zeit alleine, aber unbeirrt gegangen. Viele Jahre habe ich einsam meinen Traum geträumt und mit Engelszungen Überzeugungsarbeit geleistet. Überzeugungsarbeit für ein eigenes Flugzeug. Ein Flugzeug, das sich jeder leisten kann. Ein Flugzeug, das bezahlbar ist. Kein Traumflugzeug - ein Holzflugzeug. Also keine LSx oder DGx aus den Schmelztiegeln der Chemischen Industrie, die sich sowieso nicht jeder leisten kann. Ich habe geworben für ein Flugzeug, dessen Baumaterial noch vor Jahrzehnten in deutschen Wäldern gewachsen ist. Material das nachwächst und das lebt. Ein Werkstoff, der bei der Verarbeitung angenehm riecht und nicht bestialisch stinkt. Bei dessen Verarbeitung man keine Schutzhandschuhe und auch keine Atemschutzmaske tragen muss.
Das V-Team nimmt Gestalt an
Erster Erfolg in dieser Richtung war der Kauf der D-4621 durch René Kernbach. Seit Sommer 2009 flogen wir im Team in Reinheim und das machte richtig Spaß. Ganz nebenbei sorgt unsere V-Formation natürlich auch für einen gewissen aha-Effekt, wenn wir -wie hier 2009 in Michelstadt/Odw.- ganz unverhofft im Doppelpack zur ungeplanten Außenlandung einschweben.

Zur SB5 gibts kaum eine Alternative
Als Streckenfluggerät empfiehlt sich die SB5 insbesondere durch ihre komfortable Liegeposition, einer Gleitzahl von 34, einem Index von 88 und einem Anschaffungspreis von ca. 3.000 €. Komplett mit Instrumentierung, Funk und Hänger. Was gibt es dabei noch zu überlegen? Alternativ gibts für den gleichen Preis natürlich auch eine Ka6 oder SF27 mit vergleichbaren Leistungsdaten. Wer aber schon mal sechs, acht oder gar neun Stunden unterwegs war, der wird die absolut bequeme Liegeposition der SB5 zu schätzen wissen.
Ackerlandung kein Problem
Probleme bei der Außenlandung? Fehlanzeige! Die 5 lässt sich nicht nur problemlos fliegen, sondern auch auf jedem kleinen Acker landen, sofern man sich als Außenlandefeld nicht gerade eine Baugrube aussucht . Und im Fall der Fälle kann man alle Reparaturen auch noch selbst erledigen. Und das zu minimalsten Kosten. Keine Stahlrohre - kein Flugzeugschweißer, nur etwas Holz und Leim. Billiger gehts wirklich nicht.
Die dritte "5" ist endlich da
Mitte 2009 zeigten meine Bemühungen erste Erfolge. Ich hatte eine SB5 gefunden, die ich zuerst sogar selbst kaufen wollte. Kurzentschlossen fuhr ich damals hinunter nach Gap, um dort mein Schnäppchen zu besichtigen, zu fliegen und auf den Haken meines Wohnmobils zu nehmen. Alles bestens, nur das Cockpit war im Schulterbereich zu schmal. Es drückte auf beiden Seiten. Fast jede SB5 ist für sich ein Unikat, da insbesondere bei den Amateurbauten hier und dort Verbesserungen im Sinne der Erbauer eingeflossen sind. Also blieb ich meiner D-6300 treu und bin unverrichteter Dinge wieder nach Hause gefahren. Zum Glück ist es mir dann aber gelungen, die D-3050 in Reinheim an eine neue Haltergemeinschaft zu vermitteln. Sie steht seit 18. Oktober 2009 in Reinheim.

Der Traum geht weiter
Doch mein Traum ist damit nicht zu Ende - mein Traum hat einen zweiten Teil. Weitere Piloten müssen mit dem SB5-Virus infiziert und neue Halterschaften gefunden werden. Die Zeichen dafür stehen gut. Erste Anzeichen für weitere Infektionen sind bereits im Ansatz zu erkennen. Der 5e-Virus wird im Winter weiter reifen und dann im zeitigen Frühjahr wohl zum Ausbruch kommen. Bei Zeus - dagegen ist kein Kraut gewachsen.
5 x 5 - na was denn sonst
Was muss das doch für ein gigantisches Erlebnis sein, in großer V-Formation auf Strecke zu gehen. Zu zweit hat das schon riesig Spaß gemacht. Zu dritt, zu viert, zu fünft - das wär der absolute Hammer. Und ich bin mir völlig sicher, dass wir die Streckenflugsaison 2010 in dieser einmaligen Form erleben werden. Gemeinsam werden wir nicht nur den Odenwald, die Bergstraße, den Spessart, die Rhön und den Pfälzer Wald befliegen, sondern auch "den OLC a bisserl aufmischen".
Inzwischen habe ich mich vereinsmäßig zwar neu orientiert und werde in der Saison 2011 in Bensheim an der Bergstraße fliegen, aber das tut dem Teamgedanken keinen Abbruch. Im Gegenteil: Ich werde versuchen, den SB5-Virus auch in Bensheim zu platzieren und ich bin sicher, dass er auch dort auf fruchtbaren Boden fallen wird. Und gemeinsam mit Reinheim werden wir dann als SB5-Formation Bergstraße/Odenwald in Erscheinung treten.

Und alles mit der Eleganz des V - ein Bild für Götter!
Na denn: Hals und Beinbruch!

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